Vortragende


Norbert Cyrus 

Norbert Cyrus, Dr. phil., arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Hamburger Institut für Sozialforschung im Arbeitsbereich "Nation und Gesellschaft" an einer sozialwissenschaftlichen Untersuchung des gesellschaftlichen Umgangs mit irregulärer Migration in Hamburg. Ein Arbeitschwerpunkt ist die Analyse von Arbeitsmigration und damit verbundener Strukturen und Logiken von Ausbeutungsverhältnissen. In Untersuchungen für ILO, BMAS und Berliner Senat hat er im deutschen Kontext empirische Grundannahmen und Effekte des internationalen Verbots des Menschenhandels zur Arbeitsausbeutung untersucht und Vorschläge für den Aufbau tragfähiger Unterstützungsstrukturen entwickelt. Aktuelle Veröffentlichung: Soziale Unterstützung für Betroffene extremer Arbeitsausbeutung? ein neues Feld Sozialer Arbeit, in: Migration und Soziale Arbeit 4 (2012): 311-317.

Teilnehmer an der Podiumsdiskussion 


Nula Frei


Nula Frei, M Law, hat Rechtswissenschaft an den Universitäten Bern und Freiburg i.Ue. (Schweiz) sowie Politikwissenschaft an den Universitäten Zürich und Lille II (Frankreich) studiert. Während ihrer Ausbildung hat sie unter anderem ein Praktikum beim UNHCR Büro für die Schweiz und Liechtenstein in Genf absolviert. Seit April 2012 arbeitet sie als wissenschaftliche Assistentin und Doktorandin am Zentrum für Migrationsrecht der Universitäten Bern, Neuchâtel und Fribourg sowie am Institut für öffentliches Recht der Universität Bern. In ihrer Dissertation, welche den Titel Titel "Identifikation und Schutz von Opfern des Menschenhandels im Asylverfahren" trägt, untersucht sie die Anwendung der menschenrechtlichen Schutzvorgaben für Opfer von Menschenhandel auf das Asylverfahren.

Vortragstitel: Der Schutz von Menschenhandelsopfern im Asylverfahren


Sarah Fuchs

Sarah Fuchs ist seit 2011 Doktorandin am Lehrstuhl für Ethnologie und Kulturanthropologie der Universität Konstanz. Ihr Promotionsprojekt "Menschenhandel und Humanitarismus im Senegal" wird gefördert durch das Exzellenzcluster "Kulturelle Grundlagen von Integration" und ist Teil des übergeordneten Forschungsprojet "The Anthropology of Crime Control and Human Trafficking".
Sie absolvierte ihr Studium in Ethnologie, Psychologie und Interkulturelle Kommunikation an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Außerakademische Berufserfahrung sammelte sie vor allem im interkulturellen Bereich in Frankreich, z.B. als Stipendiatin der Robert Bosch Stiftung für das Projekt "DeutschMobil" und als Fremdsprachenassistentin des Pädagogischen Austauschdienstes.

Vortragstitel: Ein "Schock-Konzept" als Lösung? Senegals Koranschulen im Zentrum des Kampfes gegen "Menschenhandel"


Delphine Glombik

Delphine Glombik hat im Bachelor und Master Philosophie und Gender Studies studiert. Den Forschungsschwerpunkt hat sie dabei auf politische und feministische Philosophie gelegt. Ihre Masterarbeit hat sie Ende 2012 über den Anerkennungsbegriff im Werk von Judith Butler geschrieben, in der sie die These vertritt, dass Anerkennung eine Art verletzliches Potential ist. "Anerkennung" hält sie für zentral, da alle Menschen ihrer bedürfen. Delphine Glombik hat u.a. Schüler_innen mit Migrationshintergrund Hausaufgaben- und Nachhilfe gegeben und Erfahrungen in der Organisation von Veranstaltungen gesammelt. Ihr Hobby ist es, Kurzgeschichten, Poesie und Autobiographisches zu verfassen.

Vortragstitel: "Verletzbarkeit" und "Anerkennung" im Werk von Judith Butler. Eine Übertragung auf die Thematik des Menschenhandels


Nicola Harder

Nicola Harder hat einen BA in Sozial- und Kulturanthropologie der FU Berlin und arbeitet als Theaterpädagogin, Coach und Mediatorin in Deutschland und international (USA, Lateinamerika). Sie beschäftigt sich intensiv mit kreativen und ganzheitlichen Ansätzen zur Konflikttransformation und Persönlichkeitsstärkung. Zur Zeit studiert sie Friedens- und Konfliktforschung an der Universität Magdeburg.

Workshop: Kraft im Krisenmanagement. Kreative Techniken zur Stärkung in herausfordernden Lebens- und Arbeitssituationen


Noémi Katona

Noémi Katona kommt aus Budapest und ist 2009 nach Berlin gezogen. Seit 2012 arbeitet sie als ungarische Sprachmittlerin bei einer Beratungsstelle für Sexarbeiterinnen in der Kurfürstenstraße. Zu ihren Aufgaben gehört die Kontaktaufnahme zu den ungarischen Sexarbeiterinnen sowie die Begleitung und sprachliche Unterstützung bei Einzelberatungen und verschiedenen Hilfsangeboten. Ab August 2011 hatte sie ein Jahr Pause bei der Arbeit und hat ihr Masterstudium in Soziologie und Sozial-Anthropologie an der Central European University in Budapest abgeschlossen. Ihr Schwerpunkt im Studium lag in der Migrationsforschung und Geschlechterforschung und ihre Masterarbeit schrieb sie zum Thema Straßenprostitution. Seit Oktober 2012 studiert sie in dem Masterstudiengang "Research Training Program" an der Humboldt Universität zu Berlin und wird im Oktober 2012 ihr Promotionsstudium anfangen.

Vortragstitel: Zwang, Geld und Intimität: ungarische Sexarbeiterinnen und ihre Zuhälter/Freunde in der Kurfürstenstraße


Matthias Lehmann

Geboren 1973 in Berlin. Studium der Koreanistik an der Schule für Orientalistik und Afrikanistik (SOAS) der Universität London. Studium der Internationalen Politik am Graduiertenkolleg für Friedensforschung der Kyung Hee Universität in Südkorea. Ausgedehnte Forschungsaufenthalte in Thailand (2010) und Südkorea (2011-2012). Teilnahme am Sex Workers' Freedom Festival in Kalkutta, Indien (2012). Forschungsinteressen: Sexarbeit; Anti-Prostitutions- und Anti-Menschenhandelsgesetze; Menschenrechte; Migration.

Vortragstitel: "Sexualverbrechen" oder "Sexuelle Selbstbestimmung"? Prostitutionsdiskurse in Südkorea


Katharina Mahrt 

Katharina Mahrt studiert Europäische Ethnologie und Gender Studies (BA) an der Humboldt-Universität zu Berlin. Ihre bisherigen Schwerpunkte liegen im Bereich Reproduktionsrechte. Ihr Vortrag entstand im Rahmen eines Auslandsaufenthaltes in Jordanien in den Jahren 2011/2012. Sie ist aktuell Stipendiatin des Deutschlandstipendiums.

Vortragstitel: Herrin und Dienerin? Machtstrukturen zwischen Frauen im arabischen Privathaushalt


Nivedita Prasad

Dr. Nivedita Prasad, geboren 1967 in Madras/Indien, hat an der FU Berlin Sozialpädagogik studiert und an der Carl von Ossietzky Universität in Oldenburg promoviert.
Von Dez. 1997 bis Feb. 2013 war sie Projektkoordinatorin und wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Ban Ying - einer Beratungs- und Koordinationsstelle gegen Menschenhandel in Berlin. Bei Ban Ying war sie verantwortlich für Lobbyarbeit, Polizeifortbildung, Kampagnen und Menschenrechtsarbeit. Seit 2010 leitet sie zudem den Masterstudiengang "Soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession". Im März 2012 wurde ihr der Anne-Klein-Preis der Heinrich Böll-Stiftung - für ihr Engagement gegen Menschenrechtsverletzungen an Migrantinnen - verliehen. Ab April 2013 wird sie als Professorin zum Thema "Handlungsmethoden und geschlechterbezogene Ansätze in der Sozialen Arbeit" an der ASH Berlin anfangen.

Teilnehmerin der Podiumsdiskussion 


Miriam Saage-Maaß

Miriam Saage-Maaß wurde 1978 in Berlin geboren. Nach ihrem Jurastudium promovierte sie in Verfassungsrechtsgeschichte. Sie ist stellvertretende Legal Director beim ECCHR und koordiniert das Programm Wirtschaft und Menschenrechte. Sie hat unter anderem an Verfahren gegen Unternehmen wie Lidl wegen der Ausbeutung von ArbeitnehmerInnen in Bangladesch und Pakistan, oder gegen Baumwollhandelsunternehmen wegen Zwangskinderarbeit in Usbekistan, gearbeitet. Sie veröffentlicht regelmäßig zur Frage der juristischen Verantwortung von Unternehmen für Menschenrechtsverletzungen in den globalen Zulieferketten und tritt international als Expertin im Bereicht Unternehmensverantwortung und Menschenrecht auf.

Teilnehmerin der Podiumsdiskussion


Christiane Schnura

Geb. 1958, Studium der Sozialpädagogik in Düsseldorf, seit 2001 Koordinatorin der Kampagne für Saubere Kleidung, Wuppertal. Leiterin verschiedener internationaler und nationaler Projekte im Bereich der Implementierung von Sozialstandards als Vergabekriterium beim Einkauf der öffentlichen Hand. 

Vortragstitel: Mit dem Leben bezahlt - Kleidung für uns


Sunniva Schultze-Florey

Sunniva Schultze-Florey hat im Jahre 2011 einen Master in Rechtswissenschaften von Universitetet i Bergen in Norwegen erworben. In ihrer Masterarbeit hat sie sich unter anderem mit der internationalen rechtlichen Regulierung von Prostitution und Menschenhandel aus rechtshistorischer Sicht befasst. Sie promoviert seit Juli 2011 an der Humboldt-Universität zu Berlin bei Prof. Dr. Bundesverfassungsrichterin Susanne Baer, LL.M zum Thema Prostitution im internationalen, deutschen und norwegischen Recht mit besonderem Fokus auf die rechtliche Unterscheidung zwischen sogenannter "freiwilliger" und sogenannter "Zwangsprostitution". Arbeitstitel der Dissertation ist "Prostitution and the free will – a critical view on consent in prostitution".

Vortragstitel: Von der "weißen Sklaverei" zur organisierten Kriminalität: 100 Jahre internationale rechtliche Regulierung von Menschenhandel


Philipp Schwertmann

Dr. Philipp Schwertmann ist Politikwissenschaftler und promovierte an der Universität Passau. Seine Forschung konzentrierte sich auf die Bereiche der Philanthropie und Zivilgesellschaft. Seit 2012 arbeitet er bei Arbeit und Leben Berlin und koordiniert das "Bündnis gegen Menschenhandel zur Arbeitsausbeutung". Zwischen 2006 und 2012 leitete Herr Schwertmann die Abteilung zur Bekämpfung des Menschenhandels der Internationale Organisation für Migration (IOM) in Deutschland. Zuletzt war er dort als Koordinator des "Berliner Bündnis gegen Menschenhandel zum Zweck der Arbeitsausbeutung" (BBgM) tätig. Davor arbeitete er u.a. beim Migrationsrat Berlin-Brandenburg, einem Dachverband von MigrantInnen-Selbstorganisationen.

Vortragstitel: Menschenhandel zum Zweck der Arbeitsausbeutung - Neue Chancen durch neue Akteure?


Hilal Sezgin 

Hilal Sezgin, geboren 1970, studierte Philosophie in Frankfurt am Main und arbeitete danach mehrere Jahre im Feuilleton der Frankfurter Rundschau. Jetzt lebt sie als freie Schriftstellerin und Journalistin in der Lüneburger Heide. Sie schreibt u.a.für DIE ZEIT sowie als Kolumnistin für die Meinungsseite der taz und das Feuilleton der Berliner Zeitung. Ihre Schwerpunkte sind Islam/Islamfeindlichkeit, Feminismus sowie Konsumkritik/Tierethik. In Buchform erschienen zuletzt ihr Bericht "Landleben. Von einer, die raus zog" (DuMont Buchverlag 2011) und der Sammelband "Manifest der Vielen. Deutschland erfindet sich neu" (hrsg. im Blumenbar Verlag 2011). 

Vortragstitel: Der Mensch ist frei geboren. Und das Tier?


Almut Sülzle

Kulturwissenschaftlerin und Pädagogin, Promotion zu Fußball-Fankulturen an der Universität Marburg, Europäische Ethnologie, diverse Veröffentlichungen zu Fußballfans und zu Fußball und Männlichkeit, Autorin eines wissenschaftlichen Gutachtens zur Kampagnenarbeit im Rahmen der FIFA WM 2006, Beraterin für die EURO 2008 und Verfasserin einer wissenschaftliche Studie zu Diskursen und Kampagnen im Vorfeld der Fußballeuropameisterschaft 2012 im Auftrag der UEFA (gemeinsam mit M. Schuster und A. Zimowska)

Vortragstitel: Fußballgroßereignisse und das Bedrohungszenario "Zwangsprostitution". Reflektion einer Forschung zwischen Fußballlobby und Hurenbewegung (mit Agnieszka Zimowska)


Naile Tanis

Volljuristin, seit November 2004 Geschäftsführerin des KOK, diverse Veröffentlichungen und Vorträge zum Themenkomplex Frauen-Menschenhandel. Der KOK e.V. ist ein bundesweiter einzigartiger Zusammenschluss aus 37 Organisationen und Fachberatungsstellen, die sich gegen Frauenhandel und Gewalt an Frauen im Migrationsprozess einsetzen. Naile Tanis wurde als Sachverständige in verschiedenen öffentlichen Anhörungen im des Bundestages zum Thema Menschenhandel eingeladen. Beispielsweise am 30.11.2011 im Menschenrechtsausschuss des Bundestags zum Thema Menschenhandel sowie zu einem öffentlichen Fachgespräch zum Thema "Europaratsübereinkommen zur Bekämpfung des Menschenhandels" im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend des Bundestages am 19. März 2012 sowie zuletzt am 10.12.2012.

Vortragstitel: Rechte und Unterstützungsmöglichkeiten für Betroffene von Menschenhandel in Deutschland


Bärbel Heide Uhl

Bärbel Heide Uhl, Politologin, arbeitet und forscht seit 1994 im Bereich der Bekämpfung von Menschenhandel in Europa. Auszüge ihrer beruflichen Stationen: Mitbegründerin des europäischen NGO Netzwerkes La Strada und Leiterin von La Strada Ceska republika, Prag. OSZE Anti-Trafficking Advisor in der Bundesrepublik Jugoslawien, Belgrad und des OSZE Office for Democratic Institutions and Human Rights (ODIHR), Warschau, EU Twinning Beraterin in den Kandidatenländern Türkei, Kroatien, Rumänien sowie kurzzeitige Konsultationen als unabhängige Beraterin in Bulgarien, Moldawien, Armenien und Israel, Mitglied und zeitweise Vorsitzende der EU Experts Group on Trafficking in Human Beings, Brüssel. Zur Zeit arbeitet sie für den KOK e.V. als Koordinatorin von "datACT-data protection in anti-trafficking action" in Berlin.

Vortragstitel: Die Konstruktion des "gehandelten Menschen": Facetten einer Ökonomie des Anti-Trafficking


Agnieszka Zimowska

Soziologin/Ethnologin, Forschung zu polnischen Migrantinnen im bundesdeutschen Sexbusiness (auch zur WM 2006) an der Universität Göttingen, sozialwissenschaftliches Methodenzentrum, Autorin eines wissenschaftlichen Gutachtens zur Kampagnenarbeit im Rahmen der FIFA WM 2006, Beraterin für die EURO 2008 und Verfasserin einer wissenschaftliche Studie zu Diskursen und Kampagnen im Vorfeld der Fußballeuropameisterschaft 2012 im Auftrag der UEFA (gemeinsam mit A. Sülzle und M. Schuster)

Vortragstitel: Fußballgroßereignisse und das Bedrohungszenario "Zwangsprostitution". Reflektion einer Forschung zwischen Fußballlobby und Hurenbewegung (mit Almut Sülzle)


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